Von der Reizung zur Allergie


Was bedeutet eine starke Schmutzexposition für die Haut? Wenn potenziell hautreizende Substanzen in Kontakt mit der Haut kommen, kann abhängig von Dauer und Intensität des Hautkontakts die natürliche Barrierefunktion der Haut beeinträchtigt werden. In diesem Fall dringen Stoffe, die normalerweise verträglich sind, in die Haut ein und bewirken eine «Reizung». Die Anzeichen dafür sind eine rote, trockene und manchmal rissige Haut. Man unterscheidet dabei akute Reizung und kumulative Reizung. Eine akute Reizung ergibt sich aufgrund einer plötzlich einsetzenden schädigenden Einwirkung, (z.B. Verbrennung, ätzende Flüssigkeit), die zu einer schmerzhaften Rötung führt, die sich aber allmählich wieder bessert. Von einer kumulativen Reizung spricht man, wenn aufgrund von schädigenden Einflüssen über einen längeren Zeitraum eine Hautreizung mit denselben Anzeichen hervorgerufen wird. Der Reizungseffekt summiert sich aufgrund der kontinuierlichen Wiederholung. Wie bekommt man eine Allergie? Ist die Haut einmal gereizt, ist auch die natürliche Schutzfunktion reduziert. Allergieauslösende Stoffe können in tiefere Hautschichten eindringen und dabei eine allergische Reaktion hervorrufen. Das Immunsystem aktiviert in diesem Fall eine Abwehrreaktion. Die Anzeichen dafür sind Rötung, Bläschen, Knötchen, Nässen, Schuppenbildung, flächenhafte Einlagerung von Entzündungsflüssigkeit, oft begleitet von starkem Juckreiz.   Berufsbedingte Hautkrankheit  Warum bedingen Allergien oftmals einen Berufswechsel? Fällt der Kontakt mit der allergieauslösenden Substanz wieder weg, heilt die Haut von selbst. Das Immunsystem behält aber von diesem Vorgang eine dauerhafte, oft lebenslange Erinnerung – man spricht vom immunologischen Gedächtnis. Bei erneutem Kontakt kommt es zu derselben, oftmals verstärkten Reaktion. In solchen Fällen spricht man von Berufsdermatose oder Kontaktallergie. Reizungen sind «Alarmzeichen» bleiben aber reversibel, während Kontaktallergien irreversibel sind und häufig einen Berufswechsel verlangen. Wie verbreitet sind beruflich bedingte Hautkrankheiten? In der Schweiz sind ein Viertel aller erfassten Berufskrankheiten Hautschäden (zwischen 800 und 1200 gemeldete Fälle pro Jahr). In der Summe sind die Kosten für sinnvolle Hautschutzmassnahmen eher gering, im Vergleich zu den Kosten die durch Hautkrankheiten entstehen (Arbeitsausfälle, Medikamente, Verlust der Lebensqualität etc.). Adäquate Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemassnahmen lohnen sich also für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Adäquate Hautschutz- , Hautreinigungsund Hautpflege-massnahmen lohnen sich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer Konsequenzen von Reizungen und Allergien  


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